Die dritte Woche des Vegan-Experiments ist nun vorbei – und was hat sich getan?

Erstmal vorab, auch diese Woche habe ich mich nicht 100% vegan ernährt. Gestern habe ich einen kleinen Schokoriegel gegessen und heute gab es in der Kantine leider nichts veganes und ich hatte absolut keine Lust auf Salat. Ich konnte auf eine kleine Portion Risotto ausweichen…aber soweit ich weiß ist dort Parmesan drin. Beides hätte nicht sein müssen und eigentlich mag ich prinzipiell auch beides nicht besonders – ist das vielleicht so eine Art psychologische Reaktion auf ein selbstauferlegtes Verbot? Bewusstsein: „Ernähre dich vegan!“, Unterbewusstsein: „Koste von der verbotenen Speise!“…?!

Ansonsten fühle ich mich sehr gut. Ich habe keinerlei Beschwerden und kann sogar positive Erfolge wahrnehmen. Mir ist diese Woche immer wieder aufgefallen, dass ich viel unternehmungsfreudiger bin, auch nach der Arbeit. So war ich in der letzten Woche nach Feierabend oft unterwegs, war sogar auf dem Kölner Abend und habe bis Mitternacht das Tanzbein geschwungen. So kenne ich mich gar nicht und auch meine guten Freunde können sicher bestätigen, dass das schon sehr ungewöhnlich für mich ist – eine Party, nach Feierabend, mitten in der Woche…und dann auch noch kölsche Musik! Ich fühle mich nach Feierabend in der Regel sogar noch richtig fit, habe auf dem Weg nach Hause keine Kopfschmerzen und fühle mich nicht erschöpft. Heute kam ich zum Beispiel nach einem normalen 8 Stunden Tag nach Hause, habe dann meinen Laptop angemacht und Bilder bearbeitet, einen Blogpost geschrieben, gekocht und jetzt um kurz nach 23 Uhr sitze ich immernoch vor meinem Laptop und schreibe mein 3 Wochen Vegan Fazit. Das gleiche Gefühl hatte ich die letzten Tage auch.

Eine Kleinigkeit ist mir allerdings doch aufgefallen: Seit zwei Tagen habe ich immer öfter Nasenbluten, besonders morgens. Ob das in irgendeinem Zusammenhang mit der veganen Ernährung steht kann ich nicht beurteilen. Schon seit ich klein war bin ich sehr anfällig für Nasenbluten, hatte es jetzt aber schon fast ein Jahr nicht mehr.

Seit ungefähr zwei Wochen weiß ich jetzt, dass ich morgen in einem Wirtshaus essen gehe und jedes Mal wenn ich daran denke, sehe ich ein riesen Schnitzel vor mir. Ein saftiges, zartes Schnitzel mit krosser gold-gelber Panade und einem frischen Zitronenschnitz. Falls ihr es noch nicht wusstet, Schnitzel ist meine große Liebe – Schnitzel geht immer! Meine Oma hat mir letztes Jahr sogar eine Karte zu Weihnachten geschickt auf der Stand „Dies ist ein Schnitzel-Gutschein“ :D! Es ist wohl bekannt – Martina liebt Schnitzel. Und ich habe nun auch aus mehreren Ecken gehört, dass genau dieses Schnitzel das dort serviert wird besonders toll ist. Jetzt kommt das Merkwürdige: Je näher der Tag rückt, desto unsicherer werde ich ob ich das Schnitzel essen will. Vor zwei Wochen hat sich diese Frage gar nicht gestellt – Schnitzel, na klar! Vor ein paar Tagen dachte ich dann noch „Naja, mal ein kleines Stück Vollmilch Schokolade, das passt schon, aber ein Glas Milch trinken, ein Käsebrot essen oder gar ein Stück Fleisch – das geht doch zu weit!“. Heute habe ich dann sogar mal geschaut ob auf der Speisekarte eventuell etwas veganes angeboten wird. Na jetzt ratet mal!

Wow, ein kompletter Absatz über Schnitzel – aber das zeigt wohl, dass ich gerade etwas unsicher bin wie es weitergeht. Das Schnitzel steht wohl nur als Symbol für das große Ganze. Ihr könnt also gespannt sein wie die Story ausgeht – nur eins ist gewiss, ne kühle Maß gibt es morgen definitiv! ;)