Vor genau einer Woche hat meine „30-Tage-Challenge“ von Attila Hildmann begonnen und heute möchte ich euch mein erstes Wochenfazit mitteilen.

Ich bin am Donnerstag mit der Einstellung reingegangen „Kein Problem, das wird super!“. Am Vortag hatte ich mir noch eine Packung Nüsse gekauft falls ich plötzlich auf der Arbeit Hunger bekomme und mir nichts in der Cafeteria kaufen kann. Aber wie ich schnell feststellen konnte, war der Hunger gar nicht mein Problem…

Ich habe schon großes Glück, dass es auf der Arbeit Mittags fast immer ein veganes Gericht gibt und man immer noch einen Salat selber zusammenstellen kann. Aber manchmal hat man halt keine Lust auf Salat während alle anderen etwas warmes essen können. Das hat mich an Tag 1 dann schon ein klein wenig genervt – war aber absolut auszuhalten ;).

Mir ist schnell aufgefallen, dass ich die 30-Tage-Challenge etwas unterschätzt habe und dann kam mir die rein vegane Ernährung plötzlich so einfach vor. Denn ich ernähre mich ja momentan nicht nur vegan, sondern verzichte zusätzlich auch noch auf Kartoffeln (auch in Schupfnudeln oder Klößen), helle Nudeln, Säfte, Zucker und Weizenmehl (enthalten z.B. in Couscous und Nudeln)! Im Supermarkt habe ich dann jedes Produkt auf seine Inhaltsstoffe analysiert bevor es in den Wagen durfte. Ich hätte NIE gedacht wo überall Zucker drin ist! Teilweise in Vollkornbrot oder auch in Sojamilch. Und dann habe ich plötzlich überlegt was eigentlich in meinen Kaugummis drin ist und darf man als Veganer auch keinen Honig essen?

Ich habe in der ersten Woche bereits gegen einige Regeln verstoßen…denn bereits an Tag 1 habe ich ein Glas Orangensaft getrunken bis mein Freund mit großen Augen meinte „Saft ist nicht erlaubt!“ und ich das überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Es war ein Versehen…aber in dem Augenblick dachte ich mir schon, dass diese ganzen Regeln doch sehr streng sind.

Und auch heute gab es für mich Mittags Couscous mit Gemüse – absolut vegan, aber halt nicht 30-Tage-Challenge-Vegan. Gestern habe ich Maiscracker gegessen und dann gesehen, dass auf der Rückseite stand „Kann Spuren von Nüssen und Milch enthalten“…tja, war da jetzt Milch drin oder nicht? Ich kann es nicht sagen.

Wie ihr vielleicht schon zwischen den Zeilen lesen könnt, finde ich diese ganzen zusätzlichen Regeln die über die vegane Ernährung hinaus gehen etwas zu streng. Für jemanden der an der Challenge teilnimmt um schnell abzunehmen und sie somit als Diät nutzt, sind diese Regeln sicher hilfreich um wirklich tief in die Materie einzutauchen. Da ich die Challenge ja im Prinzip schon nicht bestanden habe, werde ich die Regeln ab sofort für mich lockern. Ich werde mich definitiv weiterhin vegan ernähren und soweit wie möglich Vollkornmehl verwenden und auf Zucker verzichten. Aber ich erlaube mir jetzt auch Couscous, Ebli, Bulgur zu essen, hin und wieder auch Kartoffelprodukte und Säfte zu trinken.

Hier sind ein paar Bilder von meiner Ernährung in der ersten Woche. Zum letzen Bild folgt unten auch noch wie versprochen das Rezept!

Rezept – Pesto Rosso

Vollkornnudeln kochen. 2 rote Paprika halbieren, entkernen und auf oberer Schiene im Backofen bei 250 Grad grillen bis die Haut schwarz wird. Kurz abkühlen lassen und die Haut abziehen. Zusammen mit 200g angerösteten Pinienkernen und ca. 100g eingelegten getrockneten Tomaten mixen. Je nach Konsistenz noch etwas Olivenöl hinzugeben und abschließend mit Salz und Pfeffer würzen.

Das war’s auch schon. Guten Appetit!