Endlich schaffe ich es den Blogpost zu meinem Trip nach London für euch hochzuladen! :) Wie ihr vielleicht über Instagram mitbekommen habt, war ich vor einer Woche noch in London und habe dort eine Freundin besucht. Dieser Besuch war schon laaaaaaange überfällig!!

Insgesamt war ich zwar schon viermal in London, allerdings war ich da 12 und 13….ich habe die Stadt also ganz anders wahrgenommen. Damals noch im Touri-Bus entlang am Buckingham Palace, Themse, Big Ben, Madame Tussauds und London Eye, habe ich mich diesmal eher im Hipster Stadtteil Shoreditch und Umgebung aufgehalten. Ein paar Einblicke in meinen Aufenthalt habe ich hier für euch zusammengefasst!

P.S.: Ich hatte nur meine kleine Kamera dabei und die Aufnahmen sind daher, besonders bei schlechten Lichtverhältnissen, etwas unprofessionell – tut mir leid!

Die Ankunft

Wie könnte ich meinen Aufenthalt besser starten als mit einem aktuellen Lilly Pebbles Video zum Frühstück? Mir fällt nichts ein! ;) Ich bin am Abend zuvor spät in London Heathrow gelandet und dann noch ungefähr eine Stunde bis nach Shoreditch gefahren – als ich Nachts ankam war ich wirklich kaputt und bin auch gleich ins Bett gegangen. Für alle die auch demnächst nach London fliegen: Um vom Flughafen schnellstmöglich ins Zentrum zu kommen, nehmt am besten den Heathrow Express! Man fährt ca. 15 Minuten ohne Zwischenstops! Einmal am Piccadilly Circus angekommen, ging es für mich mit der U-Bahn weiter – dafür habe ich am Flughafen bereits eine Oyster Card gekauft. Die Oyster Card kann jederzeit aufgeladen werden und dann kommt man damit in die U-Bahn rein und auch wieder raus. Ich weiß nicht ob ihr das kennt, aber in London hält man seine Oyster Card immer an solche Automaten die am Ein- und Ausgang der U-Bahn stehen, dadurch öffnet sich die „Schranke“ und man kommt durch. Das Liniennetz finde ich übrigens sehr touri-freundlich, da jede Linie ihre eigene Farbe hat die in den Karten eingezeichnet sind! :)

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Frühstück in Shoreditch und Shopping bei Victroia’s Secret

Am zweiten Tag waren wir im „Attendant“ in Shoreditch frühstücken. Meine große Liebe zu Avocadobrot geht natürlich auch über die Landesgrenzen hinaus – so hab es für mich natürlich nur eine Wahl für’s Frühstück! :) Dazu eine Tasse bzw. Kanne Pfefferminztee. Nach dieser Stärkung ging es weiter durch das verregnete London in Richtung Innenstadt. Es war sehr voll und sehr nass…davon abgesehen ist London natürlich auch shoppingmäßig sehr teuer. Trotzdem habe ich mich überreden lassen einen Abstecher zu Victoria’s Secret zu machen um dort den weltbesten BH zu finden. Je näher wir kamen, desto mehr junge Mädels habe ich mit entsprechenden Einkaufstüten gesehen. Wart ihr schonmal da? Es ist wirklich riesig (ich glaube 4 Etagen) und brechend voll. Wir standen noch kurz in der Schlange um überhaupt reinzukommen! Und dann habe ich mich natürlich ins Getümmel gestürzt ;). Eine freundliche Verkäuferin hat mich auch ausgemessen, damit ich den perfekten BH finde. Empfohlen wurde mir ein C-Körbchen….unter uns Mädels: Ich bin weit entfernt von einem C-Körbchen! Habe den viel zu großen BH aber trotzdem mal lächelnd angenommen :D! Nach fast einer Stunde Aufenthalt zwischen aufgeregten jungen Teenies und inkompeteten Verkaufspersonal, habe ich den Laden ohne neue Errungenschaft verlassen.

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Im Anschluss sind wir noch weiter durch die Innenstadt geschlendert, haben hier und da mal unsere Nase ins Schaufenster gehalten bis wir uns entschlossen haben noch essen zu gehen. Londons Innenstadt ist wirklich überall sehr festlich geschmückt, es gibt eigentlich immer etwas zu sehen!

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Dinner im Dishoom

Ein wohl sehr gehyptes indischen Restaurant ist das Dishoom. Sogar Lilly Pebbles hat es in einem ihrer letzten Videos empfohlen ;)! Und eines gleich vorab: It’s worth the hype!

Glücklicherweise kamen wir kurz vor dem großen Ansturm, denn üblicherweise gibt es eine lange Warteschlange vor dem Restaurant. Für uns war dann noch ein Platz im hinteren Bereich an tiefen Tischen frei. Generell bin ich kein Fan davon wenn man sich zu seinem Essen runterbeugen muss, aber ich fand die Atmosphäre eigentlich ganz cool und außerdem war ich froh, dass wir überhaupt einen Platz bekommen haben.

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Als Vorspeise hatten wir zwei Gerichte, beide unfassbar lecker!!! Wir hatten Pau Bahji „A bowl of mashed vegetables with hot buttered pau bun, Chowpatty Beach style. No food is more Bombay.“ und Bhel „Cold and crunchy, light and lovely. Puffed rice, Bombay Mix and nylon sev tossed with fresh pomegranate, tomato, onion, lime, tamarind, mint.“. Beides hat mich geschmacklich so überrascht, dass ich es schon zweimal nachgekocht habe! Die Rezepte folgen natürlich bald! :)

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Als wir rausgegangen sind, war dann wirklich eine lange Schlange vor dem Restaurant wie ihr sehen könnt. Die Menschen rechts im Bild sind das Ende der Schlange und links seht ihr das Restaurant das am Eingang von einer Dame mit Headset koordiniert wird.

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Flower Market

Am nächsten Morgen sind wir zum Flower Market gegangen. Überall konnte man an dem Tag Leute mit in braunes Papier gepackten Blumen sehen – als könnte man sonst in London keine Blumen kaufen :D! Angekommen war ich erstmal ein klein wenig enttäuscht, ich dachte der Markt sei größer und exotischer….stattdessen war es ein recht schmaler Straßenabschnitt mit dem immer gleichen Blumenangebot. Die Blumen waren schön und frisch, keine Frage! :) Die Stimmung auf dem Markt glich dem Hamburger Fischmarkt – Verkäufer schreien ihre Preise raus und versuchen sich gegenseitig mit besseren Angeboten auszustechen und die Besucher schieben sich im Gedränge von Stand zu Stand. Interessant das mal gesehen zu haben!

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Shoreditch Strolling

Im Anschluss sind wir dann noch weiter durch Shoreditch spaziert. Hier ein paar Impressionen!

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Bei Beigel Bake mussten wir dann einen Zwischenstopp machen, da es dort einen sehr leckeren Salted Beef Bagel gibt der mir empfohlen wurde! Der gesamte Schuppen war zwar nicht wirklich sehenswert, aber auch hier standen die Leute wieder bis nach draußen auf die Straße und hinter der Theke haben gleich fünf Leute im Akkord gearbeitet.

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Hmmmmm lecker! Wobei ich mich dann schon ein ganz kleines bisschen geärgert habe, da gleich 500 Meter weiter der nächste Food Market auf mich gewartet hat :D! Ich hätte wirklich gerne das lecker duftende afrikanische Essen getestet!

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Camden Town

Nachmittags sind wir dann noch nach Camden Town gefahren, ein Stadtteil rund um Camdem Market. Dort war es voll! Voll mit Menschen, Geräuschen, Gerüchen und Eindrücken! Hier gibt es viele Geschäfte mit besonderer Kleidung oder anderem…Kram. Mich hat es teilweise an Märkte auf Ibiza erinnert…irgendwie hippiemäßig! Am Foodmarkt angekommen, lehnen sich die Verkäufer hinter den Ständen über die Theke mit einem Probierlöffel und zwingen ihn dir quasi auf – natürlich habe ich alles dankend angenommen ;)!

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Einen Ort den ich nicht verpassen durfte war „Cyberdog„. Ein verrückter Laden! Leider ist es nicht gestattet Fotos zu machen, aber ich erzähle euch mal wie ich es erlebt habe. Wie so oft in London gibt es auch hier eine Warteschlange. Wie der Eingangsbereich schon vermuten lässt, ist der Laden ziemlich abgespaced! Die Laute Techno/Trance Musik schallt nach außen auf die Straße. Wenn man nach oben schaut sieht man leicht bekleidete Tänzer die sich akrobatisch zur Musik bewegen…Raver halt :D! Verkauft werden hier übrigens Klamotten, größtenteils in Neonfarben und fluoreszierend. Die breite Metalltreppe führt ein Stockwerk tiefer. Die Verkäufer tragen auffällige Kleidung, Haare und Make-up – wie in einem Science Fiction Film. Ich habe sogar einen Verkäufer mit weiß leuchtenden Kontaktlinsen gesehen. Die Frauen sind alle leicht bekleidet und tragen Minirock, bauchfrei und dazu Springerstiefel. Es passt natürlich zu dem gesamten „Ambiente“ und der Mode die dort verkauft wird. Zudem ist es recht dunkel, einzelne Spotlights beleuchten die Kleidung und durch das Schwarzlicht strahlt weiße Kleidung blau. Im Raum stehen immer wieder lebensgroße Figuren mit bunt leuchtenden Augen und verschiedenen Waffen in der Hand. Ich habe mich also einfach mal treiben lassen und bin immer tiefer in den Laden abgetaucht. Ein Stockwerk weiter unten gab es dann eine große Auswahl an Sex Toys! Darunter auch ein paar verstörende Instrumente mit Stacheln…die laute Musik war auch bis dahin allgegenwärtig. Ich muss sagen, es war interessant und eindrucksvoll, aber irgendwie war ich doch ein bisschen froh wieder draußen zu sein ;)!

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Nachdem wir uns auf dem Foodmarket noch einen Punsch gekauft hatten, sind wir am Kanal entlang wieder nach Hause gegangen. Dazu noch ein kleiner Input von mir – Don’t do that! Ernsthaft! Geht nicht alleine mit eurer offenbar unbefangenen Freundin bei Dunkelheit am Kanal entlang. Denn was so schön idyllisch klingt, ist im Prinzip nur ein schmaler, unbeleuchteter Weg bei dem im Zweifel nur ein Sprung in den eiskalten Kanal als Ausweg dient. Alle hundert Meter wird die Dunkelheit noch von einer wirklich stockdunklen Tunnelunterführung getoppt und dazu warten dann alle paar Meter ein paar Drogendealer auf euch. Ich hab mir nach kurzer Zeit so ins Hemd gemacht, dass ich nach kurzer Argumentation mit meiner Freundin den Aufstieg gesucht habe :D! Dafür wurde ich übrigens bis zu meiner Abreise belächelt! Jaja…ich bin ein Schisser!

Granary Square

Ziel unseres Abenteuer-Trips war übrigens Granary Square, nähe King’s Cross. Üblicherweise leuchten die kleinen Wasserfontänen in bunten Farben und laden im Sommer zum spielen ein. Ich meine sogar mal ein Video gesehen zu haben, in dem das Wasser abwechselnd wirklich hoch spritzt – ein lustiger Ort eigentlich. Da aber zwei Tage vorher die furchtbaren Anschläge in Paris stattfanden, waren die Fontänen nur sehr klein und die Farben der französischen Flagge waren zu sehen. Es war eher ein Ort an dem alle sehr ruhig agierten, kurz innehielten und ein paar Fotos machten.

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Gleis 9 3/4 – King’s Cross

Abschließend habe ich hier noch ein etwas lustigeres Bild für euch vom Gleis 9 3/4. Wer die Harry Potter Bücher gelesen hat, dem wird dieses Gleis wohl ein Begriff sein :)! Besonders Kinder hatten hier großen Spaß daran ein Erinnerungsfoto zu schießen. Der Schal wurde einem übrigens immer umgelegt um den Harry Potter Look perfekt zu machen. Dann hörte man die Eltern immer vor dem Druck auf den Auslöser rufen „1, 2, 3 Jump!“ und schon sah es auf dem Bild so aus, als wäre man voller Elan gegen durch die Wand gefahren. Mein Highlight an der King’s Cross Station war allerdings ein Drugstore mit Vinegar fries (Chips) im Sortiment…nach denen habe ich schon seit meiner Ankunft ausschau gehalten!

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Das waren also meine Eindrücke die ich in Bildern festgehalten habe. Natürlich gab es noch so viel mehr…mehr Restaurants, mehr Bars, mehr sehenswerte Plätze und mehr interessante Menschen mit denen ich mich unterhalten habe. London ist eine wahnsinnig aufregende Stadt in der ich mir, als geborene Großstädterin, oft vorkam wie vom Dorf. Alles hat rund um die Uhr geöffnet, man bekommt an jeder Ecke leckeres und frisches Essen und man muss ein ganz schönes Tempo draufhaben um mit den Menschen auf der Straße Schritt zu halten.

Ich werde sicher wiederkommen!