Wie bereits auf Instagram angekündigt, werde ich im Oktober einen Monat vegan leben, ich stelle mich der „30-Tage-Challenge“ von Attila Hildmann. Da ich ja bis jetzt, wie man in meinen Rezepten sehen kann, sowohl Fisch als auch Fleisch esse, könnte man sich natürlich fragen warum ich so einen recht drastischen Schritt unternehme. Ich erzähle euch heute wie es bei mir zu dieser Entscheidung kam, was genau damit verbunden ist, wie ich mich darauf vorbereite und welches Ziel ich eigentlich verfolge.

Worum geht es in der Challenge?

In der 30-Tage-Challenge geht es darum sich über einen Zeitraum von (wer hätte es geahnt) dreißig Tagen vegan zu ernähren. Und nicht nur das, zusätzlich zu allen tierischen Produkten verzichtet man auch auf Alkohol, Kaffee, industriellen Zucker, Kartoffeln, Pommes, weißen Reis und Weißmehl. Klingt nach viel Verzicht? Das kann schon sein, aber andererseits wird man beim kochen sicher kreativer und schaut beim Einkaufen bewusster auf das Etikett – ich empfinde das als besonders spannend! Sport sollte bei der Challenge auch nicht fehlen.

Wie kam es zu der Idee?

Vegan zu leben ist ja mittlerweile nichts bahnbrechendes mehr, es gibt mehr und mehr Kochbücher, Magazine und zunehmende Präsenz in den Medien. Ich habe den Eindruck Attila Hildmann ist allgegenwärtig in der deutschen Medienlandschaft und an seinen Büchern kommt man einfach nicht vorbei. Und auch an mir ist das Thema nicht vorbeigegangen, besonders in letzter Zeit treffe ich immer wieder auf Menschen (in meinem Alter) die schon seit einiger Zeit vegan leben und damit positive Erfolge erzielt haben. Damit sind wir auch schon beim eigentlichen Auslöser für meine Entscheidung der veganen Ernährung eine Chance zu geben – den positiven Erfolgen. Dazu zählen z.B. eine bessere Fitness, das Gefühl unternehmungslustiger zu sein und dadurch das Leben mehr zu genießen. Davon abgesehen ist der Gewichtsverlust sicher auch noch ein interessanter Punkt für den ein oder anderen.

Meine Ausgangssituation

Wie gesagt, ich esse Fleisch und Fisch, trinke Milch, esse Käse und Joghurt – bin also ein „Allesesser“ und vom Veganismus in meinem Alltag weit entfernt. Allerdings bin ich auch häufig antriebslos und lege mich nach Feierabend gerne auf’s Sofa. Freunde sagen zu mir, dass sie nach Feierabend erst entspannen können wenn sie mit anderen in einer Bar oder einem Restaurant sitzen – für mich in der Regel eher stressvoll als entspannend. Natürlich gehe auch ich hin und wieder nach Feierabend mit Freunden weg, aber eher um Kontakte zu pflegen, mich zu unterhalten und das obwohl ich eigentlich keine Energie mehr habe. Gehe ich dann unter der Woche öfter Mal weg, merke ich, dass mich das total schlaucht und mein Körper nach Ruhe schreit. Und auch der teure Monatsbeitrag im Fitnessstudio kann mich nicht mehr aus dem Haus ziehen, einmal zuhause angekommen bleibe ich auch dort, besonders im Winter. Aber das kann doch nicht sein, ich bin 25 und nach Feierabend immer erschöpft, mit fehlt einfach die Energie. Aber warum? Meine Blutwerte werden regelmäßig gecheckt und auch sonst bin ich ein rundum gesunder Mensch, keine Unverträglichkeiten, keine Allergien…nichts. Kann der Konsum von Fleisch, Milchprodukten und industriellem Zucker tatsächlich der Auslöser sein?

Die Vorbereitung

Wie gesagt habe ich mir das Buch „Vegan for fit“ von Attila Hildmann gekauft und gelesen. Die Rezepte habe ich auch schonmal durchgeschaut, dabei ist mir aufgefallen, dass einiges mit Mandelmus gekocht wird. Allerdings habe ich gehört, dass Mandelmus recht teuer sein soll…vermutlich werde ich ein Glas kaufen, es aber nicht oft verwenden. Denn was ich bisher noch nicht erwähnt habe ist, dass ich auch sonst ohne Sahne oder andere Milchprodukte koche – demnach werde ich nichts vermissen und brauche keinen Ersatz. Einen Essensplan werde ich nicht anlegen, so macht mir kochen keinen Spaß. Ich koche immer spontan und das worauf ich gerade Lust habe.

Meine Ziele

Eigentlich habe ich nur ein Ziel: mehr Energie zu haben. Ich denke dadurch wird sich auch meine Antriebslosigkeit verbessern ich werde hoffentlich unternehmungslustiger sein. Das Thema Gewichtsabnahme ist für mich total unwichtig, da ich recht schlank bin und nicht danach strebe Gewicht zu verlieren, sondern nur fitter zu werden. Aber da hilft auch keine Diät, sondern nur Sport!

Die Reaktion auf mein Vorhaben ist oft die gleiche: „Hältst du das durch?“ oder „Glaubst du nicht, dass du total Heißhunger auf Fleisch bekommst?“. Das sind Bedenken über die ich mir gar keine Gedanken gemacht habe, da ich sie in meinem Fall für unbegründet halte – es sind ja im Endeffekt nur 30 Tage…und nicht 30 Jahre. Ich denke eher darüber nach wie mein Körper, besonders am Anfang, reagiert. Werde ich vielleicht Kopfschmerzen oder andere Beschwerden bekommen durch die drastische Ernährungsumstellung?

Festzuhalten bleibt, dass ich mich sehr auf das „Experiment“ freue! Meine Erfahrungen werde ich für euch in wöchentlichen Updates auf dem Blog festhalten.

Schreibt mir gerne in den Kommentaren wie ihr über die vegane Ernährung denkt. Ernährt ihr euch vielleicht selber vegan? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Folgt mir auch gerne auf Instagram @jeans.and.ginger um zu erfahren wenn ein neuer Post online geht :)!