Kennt ihr schon die Haarpflegeprodukte von Jean & Len? Mir sind sie erst vor Kurzem auf Instagram aufgefallen und haben mich sofort neugierig gemacht. Es handelt sich nämlich um vegane Produkte „ohne Gedöns“, sprich ohne Silikone, ohne Parabene, ohne künstliche Duftstoffe und dazu auch tierversuchsfrei. Man kann sie bei verschiedenen Händlern kaufen (eine Liste findet ihr HIER) und nachdem ich wusste wo ich was bekomme, bin ich am nächsten Tag gleich mal zu Rossmann gedüst. Da ich generell eher trockenes Haar habe, habe ich dementsprechend zu dem Shampoo für trockenes Haar und der „Spitzenmäßigen Haarkur“ mit Arganöl und Sheabutter gegriffen.

Der Preis
Shampoo – ca. 5 €
Kur – ca. 8 €

Die Verpackung
Das Design der Flaschen gefällt mir sehr gut und spricht mich absolut an. Es erinnert mich von der Idee her an die Smoothie Flaschen von true fruits. Es sind kleine Notizen, die aussehen wie mit einem Kugelschreiber draufgeschrieben, auf die Flasche geschrieben und auf der Rückseite sind die Konterfeis der Erfinder von Jean & Len zu sehen. Wenn Menschen mit ihrem Gesicht für ihre eigene Marke stehen, schafft das bei mir immer ein positives Gefühl. Denn nur wenn man mit seinem Produkt wirklich zufrieden ist, setzt man sein Gesicht darauf – ganz im Sinne der hipp Werbung „Dafür stehe ich mit meinem Namen“. Naja gut, das ist natürlich nur meine persönliche Einschätzung und euch mag es ganz anders gehen. Aber ich schweife ab…ansonsten ist die Aufmachung sehr clean. Eine weiße Verpackung mit farbigen Akzenten – sehr modern.

Jetzt geht’s ans Eingemachte! ;) Wie ist denn…?

Die Wirkung

Beginnen wir beim Shampoo.
Das Shampoo riecht nach (Achtung jetzt wird’s abstrakt) seifigen Kräutern mit einem Hauch von Zitrone. Es ist sehr schwierig diesen Duft zu definieren, es ist jedenfalls nicht aufdringlich! Zum shampoonieren habe ich mir dann wie immer eine haselnussgroße Menge in die Hand gegeben und angefangen das Shampoo am Ansatz einzumassieren. Das Produkt schäumt allerdings erst nach einiger Zeit und dann auch nur ein bisschen, sodass es für mich schwierig war überall gleichmäßig zu shampoonieren. Für die Längen musste ich dann erneut eine haselnussgroße Menge einarbeiten. Beim Auswaschen ist mir dann aufgefallen, dass sich meine Haare so „quietschig“ anfühlen – kennt ihr das? Das gleiche habe ich bei Haarprodukten von Lush, es fühlt sich an als würde man mit frisch eingeseiften Händen die Handflächen aneinander reiben. Dann stockt es so, ich gleite also nicht über meine Haare, sondern stocke zwischendrin immer wieder. Naja jedenfalls haben sich meine Haare bereits unter der Dusche nicht angefühlt als wären sie besonders gepflegt.
Da ich bei der ersten Anwendung nur das Shampoo pur testen wollte, habe ich im Anschluss meine Haare wie gewohnt gekämmt und geföhnt. Leider waren meine Haare total verknotet, was einerseits an der aggressiven Blondierung liegt, andererseits aber auch an dem Shampoo. Es hat wirklich lange gedauert bis alle Knoten rausgekämmt waren und ich musste sehr vorsichtig sein. Nach dem Föhnen haben sich meine Haare am Ansatz richtig schön fluffig angefühlt – ich mag das Gefühl sehr, das habe ich sonst nur wenn ich Head & Shoulders verwende. Allerdings sind meine Haare in den Längen nicht wirklich gepflegt, sie hängen recht strohig über meinen Schultern und sehen trocken aus.

Kommen wir jetzt zur Haarkur!
Bei der nächsten Anwendung habe ich zuerst das Shampoo und im Anschluss die Kur verwendet. Sie riecht ähnlich wie das Shampoo aber süßer und etwas buttrig, der Duft ist auffälliger als der des Shampoos. Auch hier musste ich wieder recht viel Produkt nehmen um es in den Haaren zu verteilen. Beim Auswaschen hat man dann aber schon gemerkt, dass es die Haare glatter und geschmeidiger macht. Das Kämmen ging auch wie gewohnt einfach und nach dem Föhnen lagen sie ein bisschen besser als nach der Verwendung des Shampoos. Aber so richtig begeistert war ich nicht.

Beide Produkte werde ich definitiv aufbrauchen, denn sie schaden meinen Haaren ja nicht – mich haben sie nur einfach nicht zu 100% überzeugt. Ich finde die Idee und die Philosophie sie hinter den Produkten steht sehr gut und bin sicher, dass zunehmend mehr Menschen darauf achten werden welche Zusatzstoffe sie an ihre Haut lassen – der Bedarf ist also sicher da und wird sicher auch noch größer. Ich finde nur einfach, dass die Produkte sehr teuer für ein Drogerieprodukt sind und nicht sehr ergiebig sind. Bereits nach vier Anwendungen sind beide Flaschen beinahe halb leer. Ich bin wirklich bereit viel Geld in die Pflege meine Haare zu investieren, wenn es sich denn lohnt, nur leider lohnt es sich in Hinsicht auf den Effekt den die Produkte bei meinen Haaren erzielen nicht.

Ich denke diese Produkte könnten für Leute mit dünneren und nicht so trockenen Haaren besser sein und wirklich gute Ergebnisse erzielen. Besonders wenn man auf der Suche nach Haarprodukten „ohne Gedöns“ ist!

Habt ihr denn schon Erfahrungen mit den Produkten gemacht?

  • Sandra Wagner

    Hey, danke für den Bericht. Ich war am überlegen, mich auch mal mit den Haarprodukten auseinander zu setzen. Ich mein, dass die Haare anders sind, als nach Shampoos, wo Silikone und ähnliches drin sind, die die Haare glätten ist klar… Aber ich hoffe dennoch, dass es sich für mich vielleicht mehr lohnt, da ich eher mit fettigen Haaren zu kämpfen habe. Mir hilft dein Bericht also eher als Pro-Argument. Danke :)