Schon seit einiger Zeit höre ich mehr und mehr von kritischen Meinungen in Bezug auf Deo mit Aluminium. Vor ungefähr 3 Jahren habe ich mich zum ersten Mal, ohne richtig zu wissen was genau eigentlich so schädlich an Aluminium sein soll, auf den Weg in die Drogerie gemacht um mal „unbedenkliche“ Deos zu kaufen. Es hat eine ganze Weile gedauert bis ich das komplette Regal abgeklappert hatte und fand im Endeffekt nur 2-3 Exemplare die auch nicht wirklich meinem damaligen  – naja ich nenne es mal „Stilempfinden“ – einer schönen Verpackung und ansprechendem Duft entsprochen hätten. Nur so „Öko-Zeug“ halt…nichts von Dove, Nivea und Co.! Es ist lustig wie sich das bei mir geändert hat, denn heute schaue ich erstmal was die „Öko-Abteilung“ zu bieten hat und vergleiche dann mit den großen Marken.

Lange Rede, kurzer Sinn – mir gefielen diese Deos überhaupt nicht! Kein Frischegeruch, Deospuren auf der Kleidung und meistens waren es auch noch Roll-ons…die konnte ich ja damals auch gar nicht leiden! Also war das Thema nach einer Woche vom Tisch.
Als meine Heilpraktikerin dann ca.1,5 Jahre später auf mich zukam und (aus reinem Interesse) fragte „Nutzen Sie eigentlich Deo mit Aluminium?“ und ich nur stotterte „Puh…ehm…Aluminium…tja, bin mir nicht sicher!“, empfahl sie mir mal „Die Akte Alu“ zu schauen. Ich hatte zu der Zeit andere Dinge im Kopf und dachte mir erstmal nur „Jaja, whatever!“, aber als dann nach und nach immer öfter in den Medien von Deos ohne Aluminium die Rede war und auch plötzlich immer mehr Marken diese anboten, entschloss ich mich dazu die Reportage mal anzuschauen und mir auch ein Bild zu machen. Denn ich finde es wichtig zu verstehen was dahinter steckt. Mich ärgert es oft, dass Menschen einfach auf einen Zug aufspringen und Dinge einfach annehmen nur weil jemand es sagt. So Konversationen wie „Ich nutze jetzt übrigens kein Deo mehr mit Aluminium, solltest du auch machen!“  – „Aha, und warum?“ – „Weil das schlecht ist.“ – „Gut, und was ist daran schlecht?“ – „Weiß ich nicht, aber dass hab ich so gehört..!“ bringen mich einerseits zum schmunzeln sind andererseits aber auch etwas nervig.

Ich habe mich jetzt mal ein bisschen erkundet und einiges angelesen. Das macht mich weiß Gott nicht zum Experten aber ich möchte euch einen ganz allgemeinen Überblick zu dem Thema geben damit ihr darauf aufbauend für euch selber weiter recherchieren könnt.

 

Aber jetzt mal von Vorne bitte!
Aluminium wird heutzutage sehr vielfältig eingesetzt: als Verpackung für Lebensmittel, Medikamente, Kosmetikartikel oder auch in Häusern, Fortbewegungsmitteln, Impfstoffen, Medikamenten oder zur Trinkwasseraufbereitung. Und das aus gutem Grund: Es ist leicht, flexibel, stabil, geruchs- und geschmacksneutral, schützt vor Luft, Licht und Bakterien, leitet Strom und Wärme, rostet nicht, lässt sich leicht verarbeiten behält seine Form, sieht hier und da auch ganz schick aus und wenn das noch nicht genug wäre ist es auch noch günstig! Aluminium ist im Prinzip überall, sogar in der Luft und der Erde, dh. dort wo unser Obst und Gemüse angepflanzt wird und überall dort wo wir uns bewegen. Aber wenn es tatsächlich so schädlich ist, warum sind wir dann nicht schon alle krank?
Das Problem ist, dass es anscheint sehr schwierig ist dieses Gebiet ausreichend zu erforschen und Langzeitstudien gibt es erst Recht nicht. Da gibt es dann einmal verschiedene Forschergruppen z.B. in den USA, Frankreich, Großbritannien, Österreich und Deutschland deren Studien in die Richtung gehen, dass Aluminium der Auslöser für Brustkrebs, Demenz oder Allergien sein kann. Auf der anderen Seite die Pharmaindustrie oder Eigentümer von riesigen Aluminium-Fabriken die den ganzen Wirbel für völlig daneben halten und absolut keinen Zusammenhang zwischen Aluminium und Negativfolgen auf den Mensch und sie Umwelt sehen.
Eins kann ich euch schonmal sagen, die richtige Antwort kenne ich auch nicht! Wie so oft denke ich, dass die Wahrheit wohl irgendwo dazwischen liegt. Dementsprechend breche ich nicht in Panik aus wenn ich mir hin und wieder Alu-Deo unter die Achseln sprühe, aber wenn doch ein Risiko bestehen könnte an Brustkrebs zu erkranken, auch wenn die Forschungen es nicht 100% belegen können, warum sollte ich dann dieses Risiko auf mich nehmen? Dann nutze ich doch lieber regelmäßig aluminiumfreies Deo und wenn am Ende rauskommt, dass das alles Quatsch war…tja mir doch egal, denn verloren habe ich ja nichts, lediglich auf einen Inhaltsstoff verzichtet. Es ist viel schlimmer wenn sich die ganzen Studien bewahrheiten und immer mehr Frauen an Brustkrebs erkranken, ihre Brüste amputieren müssen, durch eine oder mehrere Chemos gehen und im schlimmsten Fall sterben!

Aktuell ist es nicht belegt in welchen Mengen Aluminium giftig für uns sein kann. Sicher ist, Aluminium ist ein Nervengift und daher nicht ohne. Wir wissen nicht, wie viel wir davon am Ende wieder ausscheiden können. Über unser Essen und Trinken gelangt ein Teil des Aluminiums in den Dünndarm und von dort aus in den Blutkreislauf….und dann? Der Körper kann damit nämlich überhaupt nichts anfangen, kein Lebewesen kann damit übrigens etwas anfangen was evolutionär betrachtet sehr ungewöhnlich ist – es ist das einzige Element der Erde, das keine biologische Funktion aufweist und somit keinen Nutzen im biologischen System findet.

Aber jetzt zum Eigentlichen!
Was macht Aluminium eigentlich in unserem Deo? Aluminium sorgt dafür, dass kein Schweiß entstehen kann. Es reagiert mit den Hautzellen und verklebt diese, es wirkt also von Außen und verhindert, dass der Schweiß von Innen herausgelangt. Ein Deo ohne Aluminium kann den gleichen Effekt haben, z.B. auf Basis von Meeresextrakten oder durch Alkohol Bakterien abtöten und gleichzeitig Duft spenden.
Eine Forschergruppe in Großbritannien hat eine Vergleichsstudie gemacht bei Frauen mit und ohne Brustkrebs. Bei beiden Gruppen wurde Flüssigkeit aus der Brust abgepumpt und analysiert. Das Ergebnis, bei den Frauen mit Brustkrebs war ein höherer Anteil Aluminium gefunden worden. Diese Forschergruppe hat außerdem einem weiteren Versuch gemacht bei dem einer normalen Brustzelle Aluminium zugefügt wurde – diese bildete daraufhin Tumore. Es scheint also als könnte Aluminium aus einer normalen Zelle eine Krebszelle machen. Außerdem wurde festgestellt, dass Aluminium darüber hinaus die Zellen zum wander bewegt und sich Metastasen bilden. Das ist entscheidend, denn man stirbt nicht an einem Knoten in der Brust, sondern wenn sich die Krebszellen ausbreiten.

Und jetzt?
Ich möchte absolut keine Empfehlung aussprechen, denn am Ende entscheidet jeder für sich was am besten ist. Für mich habe ich entschieden künfig regelmäßig aluminiumfreie Deos zu verwenden. Nicht nur wegen des Themas Brustkrebs, sondern auch wegen dieser ganzen Unklarheit was Aluminium betrifft. Also verzichte ich auch darauf mein Essen in Alufolie einzuwickeln oder Essen und Getränke aus der Dose zu kaufen.  Mir ist klar, dass das nur sehr kleine Schritte sind, aber ich freue mich eine bewusste und informierte Entscheidung zu treffen. Ob ich das für immer so beibehalte? Wer weiß…aber für den Moment kommt es mir richtig vor. In Sachen Deo bin ich mir sicher dass durch die steigende Nachfrage immer mehr Hersteller auf Aluminium verzichten werden und immer vielfältigere Produkte auf den Markt bringen.

Da dieser Post so lang geworden ist, werde ich morgen noch einen weiteren Post mit meinen aktuellen aluminiumfreien Deos machen und euch zu jedem eine kleine Review geben – also bleibt gespannt!